Fast geschafft


Unsere 1. gemeinsame Tagestour ging nach Bad Driburg zur Modellanlage Ottbergen. Dieser Bericht soll einen ersten Eindruck dieser hervorragenden Modellbahnanlage verschaffen. Lange Züge, maßstäbliche Bahnhöfe. Modellbahner, was willst Du mehr......

Wem MiWuLa zu vollgepropft, Hausach zu langweilig ist und der in Ruhe einmal eine Modellbahnanlage sehen und eine digital angesteuerte Drehscheibe genießen will, dem sei in Bad Driburg die Anlage im Güterschuppen empfohlen. Die Bahnhöfe auf dieser Anlage sind maßstäblich aufgebaut.

4 Mitglieder der RW-Gruppe Bremen Umland haben die Anlage besichtigt und natürlich auch viele Details zu der Steuerung erfahren. Das ist alles in dem Link "techn. Daten" nachzulesen.

Wir haben uns übrigens anschließend den Rest des Bahnhofs Ottbergen angesehen. Na ja, wenn wir nach langem Suchen im Gebüsch die dort vorhandenen Gleise zuordnen konnten, kam so was ähnliches wie der Modellbahnhof heraus. Sieht schon traurig aus in Ottbergen.

Interessant ist die Lösung der Drehscheibe. Sie funktioniert richtig. Praktisch wird die Lok auf der Drehscheibe mit einer Lichtschranke fixiert und zwar genau in der Mitte. Die Lok hat den Sender unten mittig im Fahrgestell, in der Bühne ist der Empfänger. Wenn beide Bauteile übereinander liegen, bleibt die Lok stehen. Es ist ein Gedicht, wie langsam dort die Loks auffahren (Selectrix-System). In 3 Stunden Anwesenheit ist trotz ständig genutzter Drehscheibe nicht eine Abweichung zu sehen gewesen.

Im Schattenbahnhof war zu sehen, dass bei Veränderung der Fahrstufe der Digitalsteuerung die Lok einen kleinen Ruck machte. Uns wurde mitgeteilt, dass es besser wäre, wenn die Decoder mehr als 31 Fahrstufen hätten. Das kennen wir -
wir alle sind DCC-Fahrer - aber nicht von RW und den Decodern mit 28 Fahrstufen. Bei den langen Zügen, z. B. dem ERZ III d (24 Waggons) von Märklin mit der Roco-44er, kam es bei der Fahrt bergab immer zum Ruckeln des Zuges. Wir gehen davon aus, dass das Gewicht des Zuges die Loks trotz Massensimulation beschleunigt und dadurch vom Decoder gebremst wird. In der Ebene oder bergauf war das Ruckeln wieder weg.

Da an diesem Tag (16.06.07) wenig Besucher da waren, hatten wir praktisch über 3 Stunden einen super techn. Support, alle Fragen wurden sehr fachkompetent und ausführlich beantwortet.

Für Jochen waren aus dem Gespräch auch einige Details der Steuerung zu entnehmen. RW hat die Infos zum Fahrweg in den Schienen (ZA's) hinterlegt, bei der dort verwendeten Steuerung waren alle Infos in den Lokdecoder vorhanden.

Alle Loks haben den gleichen Decoder. Uns wurde mitgeteilt, dass dadurch die Fehlerquote auf der Anlage sinkt und ein Loktausch einfacher geht. Trotzdem war an diesem Tag die Schublok des Erzzugs in der Werkstatt und konnte nicht durch eine gleichwertige Lok ersetzt werden. Loks werden alle 30 Stunden Laufzeit gewartet.

Trotz gleicher Decoder etc. musste regelmäßig am PC der Durchlauf der Züge nachgebessert werden. Nobody is perfect. Man wartet auch hier auf die neuere Version der Steuerung (wie ich das bei der Railware 4er Version erlebt habe) und
es ist jetzt schon klar, dass die neue Version der Steuerungssoftware andere Probleme hat (kommt mir auch irgendwo bekannt vor). Kommentar vor Ort: wir arbeiten dran und testen........

Der grundlegende Eindruck war, dass die Steuerung mit RW schon vorbildlich ist. Bei uns sind mit 28 Fahrstufen keine solche ungleichmäßigen Bewegungen der Züge zu sehen.

Übrigens werden dort die Viessmann-Antriebe der Signale durch Servos ersetzt, weil nach und nach die Funktion nicht mehr gegeben ist.

Alles in allem war das ein super Nachmittag und wir waren uns alle einig, dass dies eine richtige Modellbahn ist.

Nachfolgend sind einige Details der Anlage wiedergegeben. Wir wollen keine Dokumentation erstellen, wir wollen Eindrücke vermitteln.



Fotos von der Anlage

Übersicht über den Bahnhof Ottbergen, Mitglieder im Gespräch mit dem "techn. Support"      
Es sind die vielen Details, die gefallen. Hier fehlt nur noch das Futter.....      
Szene im Rangierbereich von Ottbergen, auch hier gefallen die Details und die farblichen Nuancierungen      
Die Einfahrt nach Ottbergen, man kann sich hier richtig lange Züge vorstellen, ohne dass es gleich überladen wirkt      
Tja, wenn man von der Arbeit müde ist. Warum er sich aber so steif hinsetzt?      
Man soll es nicht glauben, diese Spanner sind aber auch überall zu finden (sogar damals in Ottbergen)      
Ein Schienenbus im Bahnhof, hier gefällt die langsame Ankunft, ein sicheres Zeichen für eine digitale Steuerung      
Horst ist unterwegs. Wieso er aber schon da war und bei unserem Besuch nichts vorher gesagt hat? Wir werden es bei Carstens sehen....      
Sogar an Holz und Holzschutz wurde gedacht, da lacht das Herz von Jochen      
Solche Szenen sind häufig, ein großes Kompliment an die Erbauer. Selten sieht man auf Vorführanlagen einen solchen Detailreichtum.      


Bilderbogen Ottbergen heute

Die Schrift ist ausgewaschen und verblasst.      
Hier vollzieht die Natur eine Besetzung, sie ist schon fast vollendet.      
Das sah auf der Anlage aber noch ganz anders aus, es war auch nicht so grün.      
Horst war auf der Suche nach speziellen Signalkombinationen.      
Es sind zwei Masten, sicherlich ein Vorbild für Weinert-Schmalmasten. Oder für Herrn Carsten?      
Carbolineum war das Imprägniermittel. Die schwerflüchtigen Fraktionen sind noch vorhanden. Trotzdem vollzieht sich die Natur, ohne Pflege des Holzes durch den Mensch.      
Ist zwar nicht unsere Epoche, aber die Nordwest-Bahn ist auch hier anzutreffen.      



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