Die Digitalbahner Bremen Umland besuchten am 21. Juni 2008 den MEV Lehrte. Der MEV Lehrte hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Lehrter Personenbahnhof um 1960 nachzubauen. Untergebracht ist der MEV in einem alten Stellwerk, das vom MEV als Technikmuseum erhalten wird und inmitten eines großen Gleisdreiecks liegt.

So wurde uns nach der Begrüßung durch Martin Schiweck und seinen Vereinskollegen zunächst das fast vollständig erhaltene Stellwerk und seine Funktion vorgeführt. Von hier aus wurde früher der gesamte Lehrter Bahnhof überwacht. Perfekt war die Schilderung des ehemaligen Bedieners des Stellwerks, Vereinsmitglied René Bümann . Er kannte jeden Winkel des Stellwerks und hat das alles sehr praxisnah rübergebracht.

Heute hat man aus dieser Position eine hervorragende Aussicht auf den laufenden Bahnbetrieb. Ständig sind die unterschiedlichsten Züge unterwegs. Und die Gleisanlagen waren aus dieser Sicht beeindruckend. Das Stellwerk soll übrigens das älteste und größte mechanische Stellwerk in Norddeutschland

sein.

Nach einer kleinen Kaffeepause schauten wir uns die HO Modellanlage im Erdgeschoss des Stellwerks an. Die Anlage ist ca. 20 m lang und fast 3 m tief. Nachgebaut wurde der Lehrter Bahnhof um 1960 mit seinen kompletten Gleisanlagen und vielen originalen Gebäuden. Auch der dargestellte Zugbetrieb entspricht den damaligen Gegebenheiten.

Die Modelleisenbahnanlage ist zwar digitalisiert, es kann aber trotzdem in vielen Bereichen manuell gefahren werden. Es ist ein gemischter Betrieb möglich. Die Anlage wird mit dem DCC-System der Fa. Lenz betrieben und mit Railware gesteuert. Mit Martin Schiwek sind wir auf einen absoluten Railware-Spezialisten gestoßen. Aber ohne ein engagiertes Team ist so etwas nicht leistbar. Es haben sich zwangsläufig interessante Diskussionen entwickelt.

Zum Abschluss haben wir noch vor dem Stellwerk mitten im Gleisdreieck beim Grillen zusammen gesessen. Es war insgesamt eine gelungene Sache. Wir können den Interessierten nur raten, mit dem Verein Kontakt aufzunehmen. Ein Besuch lohnt sich.




Stellwerk-Landschaft 14 m Stellwerk-Hebelbank, nur die Seile fehlen. Die mechanische Verriegelung ist vollständig nachgebaut. Wirklich sehenswert.    
Info im Stellwerk Die Stellhebel hatten alle ihre Aufgaben (klar, wofür waren sie denn sonst da) und wurde mit Tafeln erklärt. Wir raten allen Interessierten an mechan. Stellwerken, den MEV Lehrte zu besuchen. Nehmen Sie aber viel Zeit mit, die Erklärungen und Vorführungen sind sehr ausführlich. Wir bedanken uns besonders bei René Bümann und seinen jugendlichen Vereinskollegen.    
GB im Stellwerk So sah der Bahnhof für einen Stellwerker früher aus, hier im Modell, um zu zeigen, dass das mechanische Stellwerk noch voll funktionsfähig ist.    
Y-Weiche Der Blick vom Stellwerk, die Bahnhofsanlage und die saubere Gleisführung. Spätestens hier kriegen die Weichenfreaks die Verzückung in die Augen.....    
EKW Ups, von wem war das Modell? Schumacher? Totaler Eigenbau? Modellwerk? Modellgleis? Tja, die Bundesbahn.....    
Gleiswechsel Ebenfalls ein Gedicht, so ein Stellwerk hat was.......    
Kaffee-Klatsch Joachim: Hast Du gesehen, der Jochen hat den ganzen Kuchen weggeputzt. Jürgen: Wieso, es waren doch nur noch 10 Stücke.... Martin: Nur die Ruhe, es gibt noch Würstchen. So sind sie, die zugereisten Bremer, selig ist, wer verfrisst, was noch nicht versoffen ist    
Chef in Aktion: Also, wahrlich, ich sage Euch, dieses Ding hier hat uns von Anfang an gute Dienste geleistet.    
Kabelbaum, kein Salat In der Kommandozentrale wurde der Stelltisch aufgeklappt und das Innenleben präsentiert.    
Rechter Anlagenschenkel Die rechte Seite des Lehrter Modellbahnhofs. Kommentar Horst: Nix geht über den Nachbau eines existierenden Bahnhofs, nur dort macht Rangieren und Fahren richtig Spaß.    
Rangierbereich Hier wird manuell gefahren, Jochen und Klaus waren die meiste Zeit hier zu finden.    
Stellwerksfest Da wurde in 2008 feierlich eine Gedenktafel am Stellwerk angebracht. Hellseher waren am Werk. diese Szene ist bereits im Modell in den sechziger Jahren dargestellt. Es lebe die Freiheit auf der Modellbahn!!    
Drehscheibe Unter der Kommandozentrale ist das BW angesiedelt. Die Drehscheibe ist funktionsfähig in die Railware-Anlage eingebunden. Es geht auch ohne Symbol im Gleisbild.....    
Begrünung Jeder Städteplaner kommt hier ins Schwärmen, nur Jochen nicht. Sein Kommentar: Wie züchte ich mir meinen persönlichen Hausschwamm. Der Beruf ist halt immer dabei.    
BW vom Bahnhof aus gesehen Großzügig angelegt und überhaupt nicht erdrückend sind die Anlagen des BWs dargestellt. Soviel Platz müsste man zu Hause haben....    
Überblick An der Wand Railware, im Hintergrund die kommandozentrale, rechts der Stelltisch für das manuelle Fahren und ein Überblick über den Rechten Bahnhofsteil, also in Richtung Hannover......    
Na, aber bitte..... Details sind schon da, man muss nur suchen, und wenn es auf der Toilette ist.    
Der linke Teil Das ist der linke Teil der Anlage und die Montagebrücke. So kann man durchaus auch auf einer tiefen Anlage arbeiten.    
Epoche 3 Sie standen am Rand und warteten. Hier sieht man die perfekte Gestaltung der Gleisanlagen und des Umfelds aus der Sicht des Bahnbeamten, der die Strecke abläuft.    
Kleine Szenerien Solche Szenen sind vorhanden, aber nicht im Übermaß, wie auf der Anlage in Hamburg.    
Norddeutsches Fachwerk Schlichtes, norddeutsches Fachwerk, gekonnt umgesetzt ins Modell. Nur der Giebel des Anbaus ist etwas gewöhnungsbedürftig....    
Weichenfeld übersichtlich, großzügig und voll funktionsfähig. Viel Platz macht schon Spaß.....    
Im Schattenbahnhof geht es geräumig zu, hier sieht man den Durchbruch zur linken Bahnhofseite. Weiterhin lässt sich der Schattenbahnhof begehen, was bei solchen Abmessungen sehr sinnvoll ist.    
Darunter Der Schattenbahnhof unter der Bahnhof mit "Unterführung", auch eine Idee, wenn genügend Platz da ist. Allerdings gibt es da schon einige Probleme, an die niemand beim Betrachten denkt. Z. B. beim Löten über Kopf ist beim Brillenträger der Lesebereich unten. Ergebnis: den Kopf in den Nacken..... oder eine andere Brille, wo der Lesebereich oben ist. Ob das ein Optiker versteht?    
Ei wo isser denn...... So oder ähnlich sind die Gedanken von Joachim (ganz rechts), als uns Martin Schiweck (weißes T-Shirt mit Beschriftung) etwas über die motorischen Antriebe unter der Anlage erzählte. Dort sind viele unterschiedliche Antriebe eingebaut, wie das halt bei einem älteren Verein so ist. Die unterschiedlichen Antriebe zeigen den jeweiligen Stand der Technik. Mittlerweile hält auch der Flüsterantrieb von MB Tronik Einzug.    
Digitale Verdrahtung Wer es noch nicht wusste, eine digitale Anlage kann man mit 2 Kabel voll funktionsfähig betreiben........ Interessant ist auch der Kabelquerschnitt. Hier laufen die Anschlusskabel längs des Schienenstrangs, nur eben unter der Anlage. Jedes Gleisstück in einem Schienenstrang wird einzeln mit Strom versorgt.    
Underground Ehrlich, nach soviel hochgucken könnte jetzt ja mal auch ein Bier vorbei kommen.    



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